• Mentoren stehen Achtklässlern zur Seite

    by  • 29. April 2014 • Aktuelles, Berichte BSO, MENSCH-Projekt

    Freiwillige Kräfte aus Unternehmen gesucht, die Bildungsprogramm unterstützen

    Engagiert: (v.l.) Rebekka Will (Jumpers), Tobias Krechel (WELL being Stiftung), Martina Boye-Grie sel (IGS Kaufungen), Christine Saure (Gesamtschule Fuldatal), Andrea Geicke (SMA), Elisa Schüff ler (SMA), Senna Pala (Schülerin), Axel Spohr (Städtische Werke), Thadäus Feiereis (IGS Kaufun gen), Sarah El-Jazouli (Schülerin), Thorsten Riewesell (Jumpers) und Vincent Rudolph (Schüler).

    Engagiert: (v.l.) Rebekka Will (Jumpers), Tobias Krechel (WELL being Stiftung), Martina Boye-Griesel (IGS Kaufungen), Christine Saure (Gesamtschule Fuldatal), Andrea Geicke (SMA), Elisa Schüffler (SMA), Senna Pala (Schülerin), Axel Spohr (Städtische Werke), Thadäus Feiereis (IGS Kaufungen), Sarah El-Jazouli (Schülerin), Thorsten Riewesell (Jumpers) und Vincent Rudolph (Schüler).

    Das Potenzial von Schülern heben, das bis her noch in ihnen geschlummert hat: Das ist ein wichtiges Ziel des Bildungsprogramms „MENSCH – Mentoring für Schüler“, das in der Region Kassel expandiert. Mentoren aus Unternehmen begleiten Schüler ab der achten Klasse als Tandem-Partner für 16 Monate auf dem Weg ins Erwerbsleben. 2011 an der IGS Kaufungen gestartet, nimmt seit März auch die Gesamtschule Fuldatal an dem Programm teil. Im Sommer folgt die Johann-Amos-Comenius-Schule in Kassel-Niederzwehren. Grundsätzlich kann das Programm an jeder Schule implementiert werden, teilt Projektleiter Thorsten Riewesell vom Kaufunger Verein „Jumpers – Jugend mit Perspektive“ mit. Limitierende Faktoren bilden die Finanzmittel und die personellen Kapazitäten. „Wir freuen uns über jedes Unternehmen, das sich bei MENSCH engagieren möchte“, sagt Riewesell. Mentoren seien immer gesucht, ebenso Praktikums- und Ausbildungsplätze. Zu den jüngsten Unterstützern zählt das “Unternehmerinnen Forum Nordhessen”. Auch die Wirtschaftsjunioren Kassel sind behilflich, Türen in Betrieben zu öffnen, damit der Nachwuchs seine Interessen und Fähigkeiten im Berufsalltag auf die Probe stellen kann. IKEA sponsert für diejenigen Schreibtische, die daheim keinen geeigneten Platz für das Erledigen von Hausaufgaben vorfinden. Die SMA Solar Technology AG ist von Beginn an dabei und unterstützt das Bildungsprogramm durch eine Vielzahl an Mentoren sowie finanzielle Mittel. Auch die “WELL being Stiftung” in Kassel steuert 2500 Euro zum Gesamtbudget in Höhe von 30.000 Euro pro Jahr bei. Es wird vollständig aus Spenden finanziert.

    Als Mensch des Jahres 2014 geehrt: Thorsten Riewesell von Jumpers bedankt sich bei Andrea Geicke (SMA) für ihren vorbildlichen Einsatz.

    Im Fokus von MENSCH stehen insbesondere Jugendliche, die es aus verschiedenen Gründen schwer haben, sich auf die Schule zu konzentrieren. Derzeit nehmen in Kaufungen und Fuldatal jeweils 13 teil. Die Mentoren sind die Konstanten an ihrer Seite, die helfen, Ziele zu formulieren sowie Tages- und Lernstrukturen zu entwickeln. Sie nehmen sich die Zeit zuzuhören – als neutrale Instanz abseits von Schule und Elternhaus. „Gerade das schätzen die Schüler: dass ein Externer Tipps gibt und berät“, schildert Andrea Geicke, bei der SMA Solar Technology AG zuständig für Corporate Social Responsibility (CSR), Rückmeldungen der Mentoren. Zugleich eröffne sich für das Unternehmen selbst eine neue Perspektive. Geicke: „Die Noten außen vor lassend, können die Jugendlichen Stärken zeigen, die im Schulalltag nicht zur Geltung kommen.“ Mentor und Schüler treffen sich in der Regel einmal im Monat. „Es ist ein schönes Gefühl, Lebenserfahrung und eine andere Perspektive zu vermitteln“, sagt Mentor Axel Spohr von den Städtischen Werken Kassel. Diesbezüglich handele es sich um keine Einbahnstraße, ergänzt Riewesell: „Manche Erwachsene stellen im Nachhinein fest, dass sie mehr gelernt haben als die Schüler.“ Fragen, die sie an die Jugendlichen richteten, stellten und beantwor teten die Mentoren sich häufig auch selbst – wie nach den weiteren Zielen im Leben. Nicht selten erwachsen aus diesen Tandems zwischen Jung und Alt Freundschaften, die anhalten. Damit angehende Mentoren gut vorbereitet den Schülern gegenübertreten, erhalten sie vorab eine Einführung sowie eine Mappe mit grundlegenden Informationen. Regelmäßig trifft man sich zu Austausch- und Schulungsabenden. Das Projektteam von Jumpers versucht, die Tandempartner nach Interessen und Hobbys zusammenzustellen, damit allen Beteiligten der Einstieg leichter fällt. Weitere Bausteine des Bildungsprogramms bilden Workshops – zum Beispiel Bewerbungsgespräche für Schüler mit Personalverantwortlichen aus Unternehmen –, Betriebsbesichtigungen, Praktika, Sprachcamps sowie kostenfreie beziehungsweise kostengünstige Nachhilfe. Die Schulen loben MENSCH. „Dort, wo die Beratung greift, gibt es nur positive Rückmeldungen“, sagt Martina Boye-Griesel von der IGS Kaufungen. So brächten Schüler nach Praktika in Unternehmen zum Beispiel soziale Kompetenzen ein, die sie zuvor nicht gezeigt hätten. AN (Fotos: Nordlohne)


    Sie möchten das Bildungsprogramm „MENSCH – Mentoring für Schüler“ unter stützen, zum Beispiel als Mentor, durch Praktikums- und Ausbildungsplätze oder eine Spende?

    Dann wenden Sie sich an

    Thorsten Riewesell (Jumpers – Jugend mit Perspektive, Kaufungen),

    Tel. 05605 – 9292055,

    E-Mail: info@jumpers-netz.de

     

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