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    by  • 28. September 2016 • AGs, Aktuelles

    Jetzt weiß ich auch, warum Braunschweig die Löwenstadt ist und was ein Munzee ist.
    Wir, Lara, Joan, Julian und ich haben nämlich in Braunschweig eine Stadtführung mitgemacht. Auf dem Weg zum Treffpunkt haben wir Munzee gespielt. Da konnten sich unsere Jungs ordentlich austoben. Denn so interessant Lara und ich auch diese Führung fanden, war es doch für die Jungs schwer nicht rum zu peesen.
    Äh, wie jetzt, Braunschweig, ich dachte ihr wart in Wolfsburg.
    Ja,ja, aber in Wolfsburg ist die JuHe nicht groß genug für alle 60 Teams samt ihren Betreuer*innen. Also hat der VDE die eine Hälfte nach Braunschweig bestellt und in der dortigen JuHe unter gebracht. Am Wettkampftag wurden wir dann mit zwei riesigen Reisebussen zur „Phaeno“ nach Wolfsburg gebracht. Da haben wir dann Felix getroffen, der leider nicht am Donnerstag schon mit uns anreisen konnte.
    Und dann habt ihr den ganzen Tag damit verbracht, all´ die tollen Experimente zu machen?
    Nee, obwohl diese „Phaeno“ schon ganz schön toll ist. Wir sind doch beim Solarmobil-Deutschland Wettbewerb mit unserem Fahrzeug angetreten, weil ein Team beim Solarcup in Kassel den ersten Preis gewonnen hat. (https://www.igskaufungen.de/phaenomenal/) Da in Wolfsburg aber ganz andere Regeln gelten, haben wir uns an einem Samstag und dann noch an vier Nachmittagen getroffen, um ein neues Mobil zu bauen. Steht jetzt in der Vitrine in der Pausenhalle.

     


    Ja, und? Wie war´s?
    Aufregend…
    Äh, ja, wie jetzt?
    Ich war mir nicht ganz sicher, ob unsere Konstruktion überhaupt bei Kunstlicht fahren würde.
    Hallo? Solarmobil und Kunstlicht? Heißt Solar nicht „die Sonne betreffend“?
    Ja, fagisses. Die Veranstalter, der VDE und der BMBF, wollen immer ganz sicher gehen, dass auch alles gut über die Bühne geht, deshalb beleuchten sie die Bahn mit 10 3kW-Leuchten. Mit anderen Worten 30.000 Watt. Bringt aber nur ca. 20% des Sonnenlichts. Deshalb kann man das Fahrzeug eben auch nicht zu Hause testen. Egal. So gegen 10 Uhr war dann ein lauter Knall im Gebäude zu hören, als unser Team endlich das „Irre Graubrot Solar“ auf der Bahn testen konnten und mir ein riesengroßer Stein vom Herzen gefallen war, weil es sich trotz Kunstlicht bewegte. Etliche Fahrzeuge haben, leider, diese Hürde schon nicht geschafft.

    Ja, jetzt komma zum Punkt.
    Tolles Fahrzeug. 10,6 Sekunden für die 10m-Bahn, hin und zurück. Damit hätten wir vor 5 Jahren noch gewonnen. Alles blieb heil, im Gegensatz zu so manch einem Konkurrenzmodell. Ist auch nicht aus der Bahn gesprungen! Einfach toll! Hat das Team ganze Arbeit geleistet. Aber am Ende haben uns 0,8 Sekunden gefehlt, um ins Halbfinale zu kommen. Doch ein 7. Platz ist ganz schön sehr super klasse gut, wenn man bedenkt, dass das schnellste Fahrzeug gerade mal 6,3 Sekunden gebraucht hat.

    Und hier das schnellste Fahrzeug unserer Altersklasse.


    Waren jedenfalls zwei spannende Tage. Das nächste Mal machen wir es ganz anders, oder genauso, denn dabei sein ist alles.
    Oder wie sagt der Kaiser? – Genau.
    Andreas

    Lara ist so cool, dass sie während des Rennens Scherze machen kann.